Ab 2025 ändert sich die Grundsteuer auf Immobilien und Grundstücke. Bis Ende Oktober fragen die Finanzämter bei den Eigentümern in Deutschland zahlreiche Daten ab. Ob es teurer wird, hängt stark vom Bundesland ab. Interessanterweise kommen Eigentümer in Bestlagen innerhalb der Südwestlichen Bundesländer besser weg, während in Ostdeutschland in vielen Fällen mit einer stark steigenden Grundsteuer zu rechnen ist. Definitiv teurer wird es für Besitzer unbebauter Grundstücke. Die Grundsteuer berechnet sich aus drei Komponenten: Wert des Grundbesitzes mal Steuermesszahl mal Hebesatz der Kommune und die Berechnungsmethode ist in Deutschland nicht einheitlich. Grundlegend aber werden bei allen Berechnungsmodellen die vorher benannten drei Faktoren verändern. Berlin und Brandenburg haben sich, wie die Mehrheit der Bundesländer grundsätzlich dem Bundesmodell angeschlossen. Im ersten Schritt berechnen dabei die Finanzämter als Basis den Grundsteuerwert neu. Weitere Faktoren sind die Grundstücksfläche, die Grundstücksart und das Alter des Gebäudes. Fünf Bundesländer haben sich für individuelle Berechnungsmodelle entschieden. So wird in Bayern die Grundsteuer künftig nur noch von der Fläche abhängen. Hamburg, Niedersachsen und Hessen wenden ein daran angelehntes Modell an, berücksichtigen allerdings die Lage. In Baden-Württemberg spielt die Bebauung bei der Berechnung der Grundsteuer künftig keine Rolle mehr, sondern nur noch die Lage und Größe. Den Bescheid über den Grundsteuerwert verschicken die Finanzämter vermutlich bis Ende 2023. Der neue Grundsteuerwert wird in den Ländern, in denen jetzt der Bodenrichtwert mit einbezogen wird, oftmals deutlich höher ausfallen als der alte Einheitswert. Für große bebaute Grundstücke in den Kleinsiedlungen der Großstädte wird es teurer. Definitiv teurer wird es überall für Eigentümer von unbebauten Grundstücken, die bisher nur eine sehr geringe Steuer zahlen mussten. Wichtig ist, dass Eigentümer nicht abwarten, bis die Kommune ihnen Ende 2024 die finale Höhe der Grundsteuer mitteilt, sondern bei möglichen Zweifeln schon gegen den Bescheid des Fiskus Einspruch erheben. Das ist nämlich nur binnen eines Monats nach Zustellung möglich. Es gibt aktuell viel Neues für Immobilien- und Grundstücksbesitzer und die Änderungen kommen in einer Zeit in der sich der gesamte Immobilienmarkt in Unsicherheit befindet. Eine zusätzliche Teuerung auf Basis der neuen Grundsteuerberechnung sollte eigentlich ausgeschlossen werden, aber wie so oft, liegt der Teufel im Detail und ohne Erhöhungen wird es für viele Eigentümer wohl nicht ablaufen.

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